Vor einiger Zeit berichtete mir ein Freund darüber, dass er jetzt auch begonnen habe bewusst zu manifestieren. Ich bot ihm natürlich sofort meine Hilfe an. (Ich kann auf ca. 15 Jahre Mentaltraining und bewusstes manifestieren von Wünschen zurückblicken – übrigens mit allen Höhen und Tiefen) Aber er meinte, dies sei wohl Jedem seine Sache und dabei muss auch Jeder seine eigenen Erfahrungen machen. Dem konnte ich natürlich nur zustimmen.
Trotzdem interessierte es mich, was er denn nun als ersten erfüllten Wunsch erhalten wolle.
Was war es? Ein Auto! Na prima dachte ich so bei mir. (Ein Auto ist das typische Beispiel für erfolgreiches Manifestieren und wird immer wieder in den einschlägigen Büchern als Beispiel verwendet)
Nach einiger Zeit, so etwa einen Monat später rief er mich freudig an und lud mich zu einem Kaffee ein.
Als bei ihm eintraf sah ich schon sein neues Glück (oder Unglück). Es stand ein BMW 323i vor seiner Tür, den er mir auch ganz stolz präsentierte. Ich gratulierte ihm zu seiner neuen Errungenschaft und fragte wie er denn dazu gekommen war. Die Antwort war einfach und einleuchtend.
Mein Freund hatte so ein Auto gesehen und eben sich eine Woche intensiv mit der Manifestation dieses Wunsches beschäftigt und dann den Wunsch losgelassen. Nicht viel später hatte ihn ein Bekannter gefragt, ob er nicht Jemand wüsste, der einen 323i haben wolle, den ein älteres Ehepaar abgebe. Natürlich hat mein Freund dann auch gleich zugestimmt (für einen Preis, den er sich leisten konnte). Und jetzt war er stolzer „Besitzer“ seines erfüllten Wunsches.
Damit fingen die Probleme aber erst an. Neben den Anmeldegebühren kamen noch die anderen Kosten, Versicherung, Steuer usw. Da wurde die Deckung der Kosten schon schwierig. Jedoch das Auto benötigt auch Benzin … und nicht wenig!
Ergebnis dieser ganzen Manifestation war: Er hatte zwar seinen Wunsch erfüllt bekommen, also dieser Wunsch hat sich manifestiert, aber mein Freund konnte sich das Auto finanziell nicht leisten!
Was hatte er falsch gemacht? Er hatte beim Manifestieren nicht daran gedacht, sich den Wunsch so zu wünschen, dass es Ihm Freude macht, er sich den Wunsch leisten kann und der Wunsch sich ZUM WOHLE FÜR SICH SELBST UND ALLER BETEILIGTEN manifestieren soll!
Mein Freund musste das Auto also erstmal meistens stehen lassen.
Nachdem er jedoch mit dem Manifestieren das erste direkte Erlebnis hatte und sich der Gründe bewusst wurde, war es nicht mehr schwierig den nächsten Schritt zu gehen. Er wünschte sich eine Situation zu erhalten, in der er ein Auto nach seinen Wünschen fährt, dass ihn glücklich macht und dass sich dieser Wunsch zum Wohle aller Beteiligten manifestieren soll.
Und so kam es dann auch.
Er hat den BMW wieder abgegeben (verschenkt) und ist heute ein glücklicher Besitzer eines anderen Autos.
Er hatte gelernt sich die Erfüllung seines Wunsches so zu wünschen, dass die Manifestierung (sichtbar werden) für ihn glücklich machend und ZUM WOHLE FÜR SICH SELBST UND ALLER BETEILIGTEN erfolgen soll.
Michael Otto